So, gestern bin ich hier in Palenque angekommen. Das Leben in Mexiko allgemein ist ziemlich vielfältig. Die Eindrücke die man hier bekommt sind echt gigantisch. Mal ist es hier echt so schön und im nächsten Moment will man einfach nur weg. Letztens bin ich z. B. über einen Markt gelaufen. Der war so farbenprächtig und schön das man nur staunen konnte. Aber am ende des Marktes saß eine sehr alte frau auf dem Boden, die Hände auf einen Hocker gestützt und konnte kaum noch atmen. Ich bin hin gelaufen und wollte ihr helfen, da kam ihre Tochter und hat mich angeschnauzt das sie alt wäre und entweder sie stirbt jetzt oder sie rafft sich wieder auf. dann kam die Polizei und wollte einen Krankenwagen rufen. sie hat sie nicht gelassen. 2 Männer ihrer Familie (oder mehr ihres Stammes) haben sie dann aufgehoben und auf einen Hocker gesetzt. Als sie gemerkt haben das sie nicht allein sitzen kann haben sie einen Wagen daneben gestellt und sie da weinend sitzen gelassen. Gott war das grausam. Aber eigentlich hatte sie recht, mich geht es nix an, und wenn das in deren Stamm so ist darf ich mich da nicht einmischen. Es ist nur unglaublich schwer.
Hier in Palenque ist es echt schön. Die Stadt liegt inmitten einer Art Dschungel. Hier gibt es Affen und Palmen und die Luft ist wie im Tropenhaus der Willhelma 🙂 Mein Hostel:
Gestern waren wir bei den Ruinen von Palenque und danach auf einem Stadtfest mit traditionellen Tänzen und Kostümen! Das war echt toll!
Und heute haben wir einen Wasserfall besucht. Das war wirklich traumhaft:
Es ist wirklich schön hier. Nur es sind so wahnsinnig viele Eindrücke die wie eine Wucht auf einen einprasseln! Man kann gar nicht alles so schnell verarbeiten.
Heute habe ich z. B. mit einer Frau in einem Bus gesessen. Die hatte 5 Kinder im Abstand von höchstens einem Jahr. Die Kinder hatten alle hunger und haben kein bischen gequengelt. Das kleinste war ca. n Jahr. Das durfte die ganze Zeit an ihrer Brust trinken. Als das fertig war durfte das 2jährige weiter trinken. Das war echt krass. Das einzigste Mädchen war das älteste Kind. Sie musste die ganze Busfahrt über stehen. (Der Bus war eigentlich nur ein Van). Ich hab dann gefragt ob sie sich vielleicht auf meinen Schoß setzten will. Gott hat die sich gefreut. Sie war bestimmt schon 6 hat aber gerade mal so viel gewogen wie mein 2 jähriger Neffe. Die haben alle so übel gestunken, aber sie hat sich dann so liebevoll an mich gekuschelt. Das war echt süß. Ich hab ihnen dann nach der Fahrt zum Abschied eine Packung Kekse geschenkt. Die haben sich so gefreut! Was man hier wirklich lernen muss ist mit den anderen Sitten und mit der anderen Lebensweise zurecht zu kommen. Das ist nicht immer so einfach!
So, jetzt fahren wir weiter nach San Christobal de las Casas und danach nach Guatemala! Ich versuch mich bald wieder zu melden!